Dell Latitude E6400: Konfiguration & Erste Eindrücke
Geschrieben von: Sven in Technik, tags: Dell, E6400, Laptop, Latitude, Studentenrabatt, UMTS
Am 19. Oktober habe ich mir einen E6400 über hfa-asknet.de bestellt und vor ein paar Tagen fand ich eine Karte bei mir im Briefkasten, dass mir die DHL wohl ein kleines Päckchen abliefern wollte. Leider war ich nicht daheim - wie ärgerlich, denn obwohl die Lieferung keine zwei Wochen gedauert hat, was für ein individuell zusammengestelltes Gerät imho sehr schnell ist, kam es mir doch wie gefühlte 2 Monate vor (wie das halt so ist, wenn man sehnsüchtig auf seine Bestellung wartet
).
Wie schon erwähnt habe ich meine Bestellung nicht direkt über Dell sondern bei einen Partnershop getätigt. Das hatte einen entscheidenden Grund: Die Firma asknet bietet ein Academic Program an über das Schüler, Azubis, Studenten, sowie Mitarbeiter aus Forschung & Lehre besondere Konditionen erhalten. So ich konnte ich bei meiner Konfiguration (s. unten) knapp 500 € im Vergleich zum Dell Angebot sparen. Mal abgesehen davon, dass das eine enorme Ersparnis ist, zeigt diese Differenz auch wie groß wohl die Preisspannen bei Dell sind. Zusätzlich kann man über hfa-asknet auch viele Modelle ohne Betriebssystem bestellen und somit weitere Einsparungen einfahren.
Ein kleine Anmerkung sollte man aber zu dem Academic Program machen: Bestellt man sich Geräte, die kundenspezifisch erstellt werden (darunter fallen auch die Dell Laptops), hat man keine Rückgaberecht. Man sollte sich also vorher gut überlegen, ob man das Gerät auch wirklich möchte.
Aber warum denn eigentlich ein Dell? Das ist eine berechtigte Frage, denn zu Beginn standen ganz andere Hersteller (z. B. Lenovo mit dem T400-Modell) auf meiner Liste. Da ich besondere Ansprüche an einen Laptop habe, passt meine Vorstellung leider nicht in das Mainstreamdenken und somit schieden viele Geräte schon von vorneherein aus. Dell bietet aber die Möglichkeit, dass man jede Komponente selbst auswählen kann. Als Ansätze für die Notebooksuche habe ich für mich folgende Punkte festgelegt:
- Der Laptop darf nicht zu schwer sein, da er sehr viel transportiert wird. Auf der anderen Seite muss er als Arbeitstier herhalten, da er als Desktopersatz verwendet wird (zwei Ansprüche, die sich nicht hundertprozent kombinieren lassen)
- Insgesamt ein performantes Gerät mit dem sich mehrere Jahre arbeiten lässt
- Ein internes UMTS-Modul aus Mobilitätsgründen
- Ein LED-Backlight aus Energiegründen
- Die Möglichkeit das Notebook an eine Dockingstation anzuschließen aus Komfortgründen
- Ein akzeptable Akkulaufzeit (> 3h)
- Einen digitalen Videoausgang direkt am Laptop
- genügend USB-Ports
Diese Anforderungen wurden letztendlich in folgende Hardwarezusammenstellung umgesetzt:
- Intel Core 2 Duo - P8600 @ 2.40GHz, 1066MHz, 3MB
- 4 GB 800MHz DDR2 RAM (2 x 2 GB)
- 250 GB SATA HDD @ 7200 rpm mit Free-Fall-Sensor
- 8x DVD+/- RW Laufwerk
- Intel Graphics Media Accelerator 4500MHD
- 14.1 ” WXGA+ (1440 x 900 px) Display mit LED-Backlight - matt
- Intel WiFi Link 5300 (802.11 a/g/n 3X3)
- Dell Wireless 5530 3G/HSDPA Modul (7,2 Mbit Download, 2,0 Mbit Upload) & GPS
- Dell 370 Bluetooth Modul
- integrierte Webcam mit 0,3 MP & Mikrofon
- 6-Zellen LI-ION Akku @ 54 Ah
- weitere Standardkomponenten: Gbit-LAN, Fingerprint-Reader, (wireless) Smart-Card-Reader, 5-in-1 Card-Reader
- Anschlüsse: 4 x USB-Port (1x USB PowerShare), Firewire, eSATA, VGA, Display Port, RJ-45, Sound-Aus- & Eingang
- Maße: 335 x 238 x 31 mm (B x T x H), 1,95 kg
Nachdem ich die Konfiguration hier etwas trocken aufgelistet habe, möchte ich noch auf einige Besonderheiten eingehen: Zuerst einmal ist der Display-Port zu erwähnen, der vielen noch gar nicht bekannt ist. Dabei handelt es sich um den “Nachfolger” von DVI. Dieser Anschluss bietet eine noch größere Bandbreite (um z. B. Displays mit sehr hohen Auflösungen über einen Anschluss ansteuern zu können) und bietet, genauso wie HDMI 1.3, die Möglichkeit auch Audiosignale zu übertragen (das ist im E6400 allerdings noch nicht möglich). Ein weiterer besonderer Anschluss ist der USB-PowerShare-Port über den man angeschlossene Geräte (z. B. einen PDA) auch mit Strom versorgen kann, wenn der Laptop ausgeschaltet ist.
Natürlich kann man den E6400 als Businessnotebook auch an eine Dockingstation anschließen. Dabei hat man die Wahl zwischen zwei Versionen, die sich aber nur unwesentlich vom Preis unterscheiden. Ich habe mich für die größere Variante, den Advanced E/Port-Replikator, entschieden da man hier sogar 2 ! Monitore anschließen kann und zusätzlich viele andere noch viele andere Anschlussmöglichkeiten bestehen.
Ein kurzes Wort zum Gewicht: Dell gibt das Gewicht mit 1,95 kg an, weist aber darauf hin, dass dieses je nach Zusammenstellung variieren kann. In meiner Konfiguration wiegt der E6400 ohne Akku 1,9 kg und mit Akku 2,3 kg.
Zum Schluss noch ein Punkt, der stark auf meinen Entscheidungsfluss eingweirkt hat. Dell bietet für die Latitude E-Serie standardmäßig eine internationale 3-jährige Garantie an mit Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag. Unter international ist hierbei zu verstehen, dass diese Bedingungen in den Ländern erfüllt werden, in denen die Firma Dell auch ansässig ist. Bleibt nur zu hoffen, dass ich diesen Support nie benötige und falls doch, dass der dann genauso umfangreich ist, wie versprochen.
Kommen wir nun endlich zum Auspacken: Der erste Eindruck war durchaus positiv - die Verarbeitung ist solide, der Tastendruck ist angenehm, das Display sehr hell. Lediglich der Akku hat etwas Spiel, was aber die Funktionalität nicht trübt. Der weitere Lieferumfang war aber leider etwas sporadisch: Neben dem extrem flachen Netzteil lagen noch ein paar CDs und ein paar Infoblätter bei - eine ausführliche Anleitung fehlte aber. Zumindest eine Kurzanleitung mit der Beschreibung der einzelnen Symbole und einer Servicerufnummer wäre schön gewesen.
Nachdem ich den Powerbutton gedrückt hatte, wollte ich zuerst einmal im BIOS einige Einstellungen vornehmen. Dazu drückte ich die F12-Taste und stellte mich auf den bekannten blauen Bildschirm ein - nichts dergleichen! Eine grafische Oberfläche erschien, durch die man auch mit dem Mauszeiger navigieren und die verschiedenen Checkboxen, Option-Buttons & Co aktivieren kann. Auch viele Einstellungen kann man schon hier vornehmen, die man erst in Windows erwartet hätte (z. B. Speed-Stepping oder verschiedene Modi für die beleuchtete Tastatur
).
Weitere Artikel werden folgen …
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Ooooha….sehr intressant deine Wahl. Ich stehe auch grade vor deinem beschreibenen Auswahlproblem alias E6400 vs. T61p vs. HP 6530b. Beim googlen nach dem Dell Studentenshop, von dem ich gehört habe, bin ich übrigens rein zufällig über deine Seite gestolpert… *daumenhoch*
Deine Konfiguration sieht gut aus! Wobei ich persönlich wohl den P9500 nehmen werde, der mir nochmal etwas Strom spart und Dampf beschert. Ansonsten würde ich alles in etwa identisch nehmen
Hi, das ist ja cool! Dann hat Google meinen Blog endlich richtig indiziert
Aber eigentlich ist der Weg über Ulis Blog ja auch nicht weit
Zum P9500: mehr Power hat der schon (kostet dafür auch mehr), aber spart der wirklich mehr Strom? Ich glaube die liegen auf dem selben Niveau!
Wenn Du nährere Fragen hast, einfach ne Mail schreiben oder hier nochmal einen Kommentar. Mal abgesehen von ein paar Startschwierigkeiten mit XP bin ich sehr zufrieden mit dem Laptop!
Eigentlich sollen hier auch noch mehr Beiträge zum E6400 erscheinen, die auch schon in Vorbereitung sind. Allerdings bin grad zeitlich etwas eingeschränkt
Ich habe mir auch gerade den Dell E6400 bestellt und warte schon sehnsüchtig, leider hat sich der Paketdienst (bei mir übrigens UPS) noch nicht in die Hufe geschwungen.
Hab mir neben dem 6 Zellen Akku noch den Slice Akku gegönnt, ich bin gespannt wie lange die Kiste im realen Betrieb hält.
P.S. Subscribe to Comments wäre ein nettes Feature hier im Blog
So habe mal StC hinzugefügt. Das wollte ich eh schon länger machen - also Danke für den Hinweis
back to topic: Mein 6-Zellen Akku hält bisher etwa 3 Stunden. Dazu muss ich aber sagen, dass ich Ihn bisher nur etwa 3 Mal aufgeladen habe und dieser wohl noch nicht seine volle Kapazität erreicht hat. Von den angebenen 6 Stunden dürfte es aber weit entfernt sein. Über den Slice Akku darfst Du gerne noch einen Kommentar hier hinterlassen sobald Du Deinen Laptop & nähere Informationen hast
Mit 6 Zellen Akku + Slice komme ich auf 9 Stunden bei moderater Helligkeit *froi*
Hab jetzt ~6mal voll geladen und entladen. Was ein bischen nervt, dass beide akkus gleichzeitig entladen werden, beim Aufladen aber nur einer nach dem anderen geladen wird (wobei das vermutlcih acuh nicht schneller wäre).
Sonst bin ich MEGA Happy.
Und ich sehe Du hast Subscribe installiert
Ja Subscribe funktioniert.
Das mit dem Entladen ist ja schon etwas störend. Ich habe mittlerweile nach Rücksprache mit dem Dell-Service, das schnelle Laden im “BIOS”
aktiviert. Laut Dell-Service sind dazu keine Nachteile bekannt. Mein Bedenken war, dass der Akku dann vielleicht schneller an Kapazität verliert, aber das werde ich ja in einem Jahr dann merken
@ Schnappi: Vielen Dank für Deinen myby-Beitrag. Habe auch mal kurz darüber gebloggt.
Hallo,
mal ne Frage zu dem Betriebssystem: hat das funktioniert das nicht mit zu bestellen? Man sollte das ja in der Bestellemail erwähnen. Man würde damit doch 40€ sparen, oder? Ich meine von Windows business nochmal 70€, und da standardmäßig home basic angeklickt ist, komme ich auf 40€.
Ist eigentlich nach eurer Einschätzung eine Preissenkung irgendwann in sich? Oder gibt es irgendwo etwas vergleichbares? Das t400 finde ich ohne Display Port oder HDMI inakzeptabel.
Danke und Gruß
Hi,
das mit dem Bestellen ohne OS hat einwandfrei geklappt. Du musst eben die Anleitung von asknet befolgen
Das mit dem Preis gestaltet sich recht einfach: Du wählst in Deiner Konfiguration Vista Business aus und ziehst dann vom Endpreis die ~70 Euro ab, dann hast Du den Preis, den Du bezahlen musst.
Ob eine Preissenkung in Sicht ist weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau. Die mobilen Quadcores werden so langsam auf den Markt kommen, das wird den Markt ein wenig bewegen.
Ansonsten musst Du eben wissen, was genau in Deinem Gerät drin sein soll. Solltest Du auf eine interne UMTS-Karte verzichten können, dann wird die Auswahl schon mal größer. Bei Dell hat man eben die Möglichkeit das Gerät wirklich selbst konfigurieren zu können, was bei HP und Lenovo in Deutschland leider nicht möglich ist.
Der Dell Support ist auch relativ zuverlässig, auch wenn das mit dem “Next Business Day” nicht wirklich hinkommt. Aber innerhalb von einer Woche kann man damit rechnen, dass ein Techniker vorbeikommt und das Gerät vor Ort repariert. Anzumerken ist, dass mein Laptop noch nicht repariert werden musste. Diese Erfahrungen stammen von Kollegen.
Nach knapp einem halben Jahr Benutzung kann ich noch anmerken, dass Treiber/Software Updates immer wieder Probleme darstellen, da danach andere Funktionalitäten verschwunden sind. Außerdem findet sich so langsam ein Abdruck des Trackpoints auf dem Display. Diese Problematik ist bei der E4300 Version noch schlimmer und mittlerweile habe ich sogar einen XPS gesehen bei dem die Tastenumrandungen auf dem Display wieder zu finden waren. Ich weiß nicht warum Dell hier nicht einfach den Abstand um einen Millimeter erhöht.
Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden mit dem Laptop und er leistet mir Tag für Tag gute Dienste